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Betreuung von Patientinnen und Patienten, die an einer unheilbaren Krankheit leiden: Umfassendes Konzept für die palliative Versorgung Medienmitteilung vom 14. Februar 2014; Gesundheit- und Fürsorgedirektion / weiter lesen .....

Der Kanton Bern befasst sich seit längerer Zeit mit der Verankerung von Palliative Care in der Gesundheitsversorgung. Palliative Care will dazu beitragen, das Leiden unheilbar kranker Menschen am Lebensende zu lindern, die Betroffenen umfassend zu betreuen und zu begleiten und damit zu einer möglichst guten Lebensqualität bis zuletzt beizutragen. Sie schliesst medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung mit ein. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion will sich diesem Ansatz verpflichten und hat ein kantonales Konzept geschaffen, das dazu beitragen soll, schrittweise die Umsetzung der Palliative Care im Gesundheitsbereich zu fördern und zu verankern.
Es kann heute davon ausgegangen werden, dass sich ein Grossteil der an der Gesundheitsversorgung beteiligten Institutionen und Gesundheitsfachpersonen mit den Anliegen der Palliative Care auseinandersetzt. Dank der Initiative verschiedener Leistungserbringer sind die Palliative-Care-Angebote in den letzten Jahren laufend ausgebaut und neue Angebote etabliert worden.

Ziel ist eine flächendeckende, bedarfsgerechte Palliativversorgung
Mit dem neuen kantonalen Konzept verfolgt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) nun das Ziel einer flächendeckenden, bedarfsgerechten Palliativversorgung. Menschen jeden Lebensalters, die von einer unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Erkrankung betroffen sind und am Ende ihres Lebens stehen, sollen entsprechend ihrem Bedarf und ausgerichtet auf die individuellen Bedürfnisse, bestmöglich behandelt und betreut werden.
Im Einklang mit den Zielsetzungen der «Nationalen Strategie Palliative Care» setzt das kantonale Konzept die Rahmenbedingungen, damit Palliative Care als Bestandteil der Gesundheitsversorgung durch alle massgeblich beteiligten Akteure der Grundversorgung (Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Spitex-Organisationen, Hausärztinnen und Hausärzte und weitere Gesundheitsfachpersonen) angeboten werden kann. Das Konzept beinhaltet entsprechende Strategien und Massnahmen zur Umsetzung.

Qualitätsvorgaben für die Leistungserbringer
Die GEF wird in einem ersten Schritt Qualitätsvorgaben für die Leistungserbringer in der Grundversorgung erlassen, damit ein gemeinsames Verständnis von Palliative Care entsteht und die Umsetzung nach einheitlichen Qualitätskriterien erfolgt. Ein gemeinsames Verständnis von Palliative Care ist auch die Basis für die Entwicklung von regionalen, bereichsübergreifenden Versorgungsnetzen mit dem Ziel einer koordinierten und kontinuierlichen Versorgung. Diese Initiative soll von den Leistungserbringern und den Regionen selbst ergriffen werden, da diese die Bedürfnisse und Gegebenheiten in ihrer Region am besten kennen.

Gezielter Ausbau der spezialisierten Versorgung
In einem zweiten Schritt soll die spezialisierte Palliativversorgung gezielt und bedarfsgerecht ausgebaut werden. Mobile interdisziplinäre Palliativdienste sollen eine gezielte, ergänzende Unterstützung der Grundversorger in der Langzeitpflege ermöglichen, damit Menschen mit Bedarf an Palliative-Care-Leistungen möglichst am Ort ihrer Wahl verbleiben können. Stationäre spezialisierte Angebote im Akut- und Langzeitbereich sollen ein ergänzendes Angebot zu den stationären Strukturen der Grundversorgung darstellen. Die Schaffung von spezialisierten Angeboten soll in überregionaler Perspektive erfolgen und sich auf die bestehenden und sich entwickelnden Strukturen und Netzwerke in den Regionen abstützen.

Mediendokumentation
Konzept für die Palliative Versorgung im Kanton Bern (PDF, 502 KB, 36 Seiten)

Angebot der akutsomatischen Spitalleistungen: Der Regierungsrat hat eine neue Spitalliste erlassen 6. März 2014 – Medienmitteilung; Regierungsrat Zur Mediendokumentation weiter lesen.....

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat eine neue Spitalliste für die akutsomatische Medizin erlassen und diese auf den 1. Mai 2014 in Kraft gesetzt. Diese Liste stellt eine Überarbeitung der Spitalliste 2012 dar. Sie basiert nach wie vor auf den strategischen Grundsätzen der Versorgungsplanung 2011 – 2014 gemäss Spitalversorgungsgesetz. Gleichzeitig enthält sie die Grundsätze, auf die sich die Gesundheits- und Fürsorgedirektion mit den beiden bernischen Spitalverbänden anlässlich von Workshops geeinigt hat.


Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern hat zusammen mit den beiden bernischen Spitalverbänden, dem Netzwerk «diespitäler.be» der öffentlichen Spitäler sowie dem Verband der Privatspitäler des Kantons Bern VPSB, anlässlich von mehreren Workshops im Verlauf des letzten Jahres den Grundstein für eine neue Spitalliste gelegt. Am Schluss dieser Workshops haben die drei Parteien Lösungswege zu den umstrittenen Punkten der Spitalliste 2012 gefunden und schriftlich festgehalten, auf denen die Gesundheits- und Fürsorgedirektion in der Zwischenzeit die Spitalliste 2014 erarbeiten konnte. Abgestützt auf die bereits im Jahr 2011 erfolgte Sachverhaltsabklärung konnten sich die Listenspitäler zu den nach 2011 erfolgten Änderungen im Rahmen von zwei Anhörungsrunden äussern. Mit dieser Spitalliste definiert der Kanton die Leistungsaufträge an die Akutspitäler, die ihre Leistungen im Rahmen der obligatorischen Krankversicherung abrechnen dürfen und dafür Beiträge der öffentlichen Hand erhalten.

Konsequente Anwendung der Spitalleistungsgruppen

Für die neue Spitalliste hat die Gesundheits- und Fürsorgedirektion die Systematik der Spitalleistungsgruppen übernommen, welche die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) empfohlen hat. Diese Systematik teilt die Spitalbehandlungen in rund 120 Gruppen ein, welche unter Einbezug von medizinischen Fachleuten nach medizinischen Kriterien gebildet worden sind. Der Kanton Bern war bei der Entwicklung dieser Systematik beteiligt. Seit Einführung der Fallpauschalen setzen viele Kantone diese Leistungsgruppensystematik für die Spitalplanung ein. Der Regierungsrat ist überzeugt, mit der Anwendung der Spitalleistungsgruppen auch im Kanton Bern eine tragfähige Basis für die Weiterentwicklung der Spitalliste in den kommenden Jahren gelegt zu haben.

Berücksichtigung der Interessen von Patientinnen, Patienten und Spitälern

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion hat weiterhin die Vergabe der Leistungsaufträge auf Ebene der Spitalunternehmungen vorgenommen. Damit haben die Spitäler nach wie vor Handlungsspielraum für unternehmerische Entscheide, wie etwa die Frage, welche medizinischen Leistungen sie an welchen Standorten anbieten wollen.

Allerdings steht für die Regierung die Patientensicherheit im Zentrum. Das bedeutet, dass medizinische Eingriffe und Behandlungen nur an denjenigen Spitalstandorten erbracht werden sollen, wo die notwendige Infrastruktur und alle benötigten Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Übergangsfristen

Damit die Anforderungen des Leistungsgruppenkonzepts von den Spitälern sinnvoll umgesetzt werden können, hat der Regierungsrat eine Übergangsfrist von zwei Jahren vorgesehen, z.B. für die Erreichung der Minimalfallzahlen. Das soll den Spitalunternehmungen Zeit geben, die notwendigen organisatorischen Massnahmen einzuleiten.

Hochspezialisierte Medizin

Der Kanton verzichtet künftig auf eine separate Planung der hochspezialisierten Medizin. Er setzt aber die Beschlüsse der Interkantonalen Vereinbarung zur hochspezialisierten Medizin (IVHSM) konsequent um und wird auch dafür ein entsprechendes Monitoring aufbauen.

Mediendokumentation


Referat Regierungsrat Philippe Perrenoud, Gesundheits- und Fürsorgedirektor - Der Regierungsrat hat die Spitalliste 2014 verabschiedet (PDF, 89 KB, 2 Seiten)


Präsentationsfolien zu Referat Annamaria Müller Imboden, Vorstehrin Spitalamt - Spitalliste 2014 Akutsomatik (PDF, 373 KB, 10 Seiten)


Spitalliste Akutsomatik 2014 (PDF, 276 KB, 4 Seiten) siehe unter Dokumente

 
 
 

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